Glück — ein Wort, das überall verstanden wird, aber in jeder Kultur eine eigene Farbe trägt. Was in einem Land als Quelle von Glück gilt, kann anderswo kaum Bedeutung haben. Wenn wir einen Blick über Grenzen hinweg werfen, erkennen wir, wie verschieden, aber zugleich wie ähnlich unsere Sehnsüchte sind.
In Skandinavien, besonders in Finnland, Dänemark und Norwegen, gelten kurze Wege, soziale Sicherheit und Vertrauen in Institutionen als starke Glücksfaktoren. Freundschaft, Gemeinschaft und Freiheit stehen hoch im Kurs. In vielen asiatischen Kulturen wiederum wird das Glück oft im Kollektiv gedacht: Harmonie, familiäre Bande, soziale Rollen und Rücksicht auf das Gemeinwohl gelten als Lebensideal. In Lateinamerika sind Wärme, Lebensfreude und zwischenmenschliche Nähe zentrale Quellen des Glücks — Musik, Feste, Zusammengehörigkeit.

Doch auch jenseits kultureller Unterschiede gibt es Gemeinsamkeiten: Gesundheit, das Gefühl von Sicherheit, gute Beziehungen und Sinnhaftigkeit im Leben werden weltweit fast immer genannt, wenn Menschen gefragt werden, was sie glücklich macht.
Schluss & Impuls
Wenn wir uns mit den Glücksauffassungen dieser Welt vertraut machen, öffnet sich unser Blick: Wir lernen zu akzeptieren, dass „Glück haben“ nicht gleich „viel besitzen“ heißt. Vielleicht liegt ein Teil des Glücks gerade darin, durch Empathie und Verständnis andere Lebensmodelle zu respektieren und daraus eigene Impulse zu ziehen.
