# Das Licht in uns
Die Kerze flackert sanft auf dem Tisch vor dir. Ein winziges Feuer, das dennoch den ganzen Raum erfüllt – nicht mit Helligkeit allein, sondern mit einer Art Gegenwart [1]. Du beobachtest, wie die Flamme tanzt, lebendig und zart zugleich. In diesem Moment merkst du: Du darfst hier sein, so wie du bist, mit allem, was dich gerade bewegt.
## Die Stille vor dem Licht
Bevor die Meditation beginnt, gibt es diese wunderbare Schwelle – einen Moment der Stille, in dem die Welt außen verstummt und die innere Welt erwacht [2]. Die Kerze wird zum Begleiter dieser Reise nach innen. Ihr Licht ist nicht fordernd, nicht laut. Es ist eine sanfte Einladung, anzukommen. Deine Atemzüge werden ruhiger. Der Lärm des Tages löst sich auf wie Nebel in der Morgensonne.
In dieser Stille offenbart sich etwas Tiefes: Du bist nicht allein. Es gibt eine Kraft, die dich trägt – ob du sie Gott nennst, das Universum oder einfach nur die Liebe, die in allem lebt [3]. Sie ist da, in diesem Moment, in diesem Raum, in deinem Herzen.
## Der Segen, der fließt
Der Segen ist nicht etwas, das von außen über dich kommt. Er ist vielmehr eine Erkenntnis: dass jeder Tag, jeder Atemzug, jede Begegnung ein Geschenk ist [4]. Die Kerze erinnert dich daran, dass in dir selbst ein Licht brennt – klein vielleicht manchmal, aber unauslöschbar.
Mit jeder Meditation, in jeder Stille, nährst du dieses Licht. Du erkennst, dass alles, was du brauchst – Frieden, Vertrauen, innere Kraft – bereits in dir vorhanden ist [5]. Der Segen liegt darin, dies zu sehen und anzunehmen. Darin liegt auch die Verbundenheit: Dein Licht berührt andere, wie die Flamme der Kerze den ganzen Raum berührt, ohne dass sie sich selbst vermindert.
## Heimkehr zu dir selbst
Wenn du am Ende der Meditation langsam die Augen öffnest und auf die noch immer flackernde Kerze schaust, weißt du: Diese innere Einkehr war ein Segen [6]. Du hast dich selbst wiedergefunden. Du hast gespürt, dass du getragen bist von etwas Größerem und zugleich ganz bei dir selbst angekommen.
Die Kerze brennt weiter – wie dein inneres Licht. Und dieser Segen, diese Verbundenheit, sie bleiben bei dir, wenn du hinausgehst in die Welt [7].
📚 Quellen:
[1] Spirituelle Impulse
[2] Yoga-Perlen
[3] Chhandogya Upanishad
[4] Spiritueller Weg
[5] Gebetsbuch
[6] Selbstheilungsressourcen
[7] Spirituelle Verbundenheit
